Über e-can suisse

Die Genossenschaft e-can suisse wurde gegründet, um ein Modell zu entwickeln, das es den Produzenten von Wasserkraftstrom erlaubt, diesen nicht wie bisher über Stromverteiler oder -händler zu vermarkten, sondern direkt den Endkunden anzubieten. Die Endkunden können so wählen, in welchen Kraftwerken ihr Strom produziert wird. Damit tragen sie direkt zur nachhaltigen Entwicklung von einheimischer, erneuerbarer Energie bei und profitieren von einem Fixpreis für ihren Stromverbrauch über die gewählte Anzahl Jahre. Und sie erhalten enkeltauglichen produzierten Strom aus Schweizer Wasserkraft bereits ab CHF 300 pro Jahr. Inklusive dem guten Gefühl, einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Das Modell einer Genossenschaft, an der sich gebundene Endkunden beteiligen, wird gewählt, weil die Liberalisierung des Strommarktes in der Schweiz bisher noch nicht umgesetzt wurde. Mit der Genossenschaft werden diese Kunden (Privathaushalte und Gewerbe) zu einer Zweckgemeinschaft zusammengeführt, um ihren individuellen Verbrauch zu bündeln und die gewünschte Produktion auf 15 Minuten genau beim gewählten Wasserkraftwerk produzieren zu lassen. Die Genossenschaft ist auch dafür verantwortlich, dass die gebundenen Kunden individuell abgerechnet werden.

Freie Kunden mit einem Stromverbrauch von über 100‘000 kWh pro Jahr können ebenfalls das Produkt e-can suisse wählen. Diese Kunden müssen nicht in der Genossenschaft zusammengeführt werden, weil die Stromproduktion und Stromlieferung direkt mit ihnen und dem Produzenten abgerechnet werden darf. Die Kraftwerkbetreiber FMV und EnAlpin schliessen die e-can suisse Verträge mit diesen Kunden separat ab. Selbstverständlich unterstützen solche Kunden auch das Crowdfunding für das Produkt e-can suisse.

e-can suisse verkauft nicht ein übliches Labelstrom-Stromprodukt, wie dies bei den Elektrizitätsunternehmen heute der Fall ist. Mit e-can suisse haben die Verbraucher die Gewissheit, dass ihr Strom in von Ihnen ausgewählten Kraftwerken zeitgleich produziert wird. Die Kraftwerke, von denen e-can suisse den Strom bezieht, produzieren also genau die Menge an Strom, welche die Genossenschafter und freie Kunden tatsächlich verbrauchen.

Die Idee für dieses Modell entwickelte Professor Matthias Sulzer. In einer ersten Phase wurde der neue Ansatz zusammen mit der FMV konkretisiert. In einer zweiten Phase kam die EnAlpin dazu. Das Projekt wurde dabei durch die Unternehmen Misurio und Halter Unternehmungen sowie Baltasar Meier unterstützt. In der Entwicklungsphase wurden verschiedene Forschungsarbeiten aus dem Swiss Competence Centre for Energy Research – Future Energy Efficient Buildings & Districs berücksichtigt.

Die Initialpartner der Genossenschaft e-can suisse sind die Inretis Holding AG (Chur) sowie die beiden Wasserkraftproduzenten FMV SA (Sitten) und EnAlpin AG (Visp). Die Gründung der Genossenschaft erfolgte anlässlich einer Generalversammlung am 13. Oktober 2017 wo die Statuten verabschiedet wurden.

Die Verwaltung der Genossenschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Michael Imhof (Vize-Präsident), Matthias Sulzer (Präsident), Urs Hildbrand (Sekretär)

Dieses Projekt wird unterstützt von:

Wasserkraftpartner

Finanzpartner

Projektpartner

Forschungspartner